Corona, Landwirtschaft und Nahrungsmittelangebot

By: Justus Wesseler · 9 April 2020
Category: Agriculture, Food

Die Coronavirus Pandemie betrifft uns alle und insbesondere diejenigen, die es des den anderen ermöglicht zuhause zu bleiben. Wir alle brauchen Nahrungsmittel, Körperpflegemittel, Toilettenartikel und anderes. Wir müssen denjenigen dankbar sein, die uns dies ermöglichen.
Es überrascht nicht, dass die Nachfrage nach Toilettenpapier angestiegen ist, wenn mehr und mehr Menschen zuhause bleiben müssen. Wir können die Toiletten auf der Arbeit nicht mehr benutzen und müssen die zuhause benutzen. Das gleiche passiert bei der Ernährung. Anstatt in der Kantine oder dem Restaurant zu essen, essen wir zuhause. Mehl, Nudeln Eier, Essen in Konservendosen und Tiefkühlkost werden verstärkt nachgefragt. Wir sind nicht alle Spitzenköche – aber ein Spiegelei oder Spaghetti bekommen die meisten noch hin.

Einige machen sich Sorgen über die Sicherheit der Versorgung mit Nahrungsmitteln. Viele meiner Kollegen haben bereits darauf hingewiesen, dass wir uns darüber zur Zeit keine größeren Sorgen machen müssen. Die Regale der Supermärkte sind in der Regel gut gefüllt. Zwar kann es sein, dass hin und wieder einzelne Produkte ausverkauft sind, aber im Großen und Ganzen ist die Situation zufriedenstellend und gleiches ist auch für die nähere Zukunft zu erwarten.

Restaurants und Kantinen sind mittlerweile geschlossen. Das Angebot von Nahrungsmitteln ist auf Supermärkte ausgewichen. Es gibt zeitweise Knappheiten bei Obst und Gemüse. Dringend benötigte Saisonarbeitskräfte werden an den inner- und außereuropäischen Grenzen aufgehalten. Aber dies führt nicht zu einer Nahrungsmittelkrise. Wir können ohne frische Erdbeeren und frischem Spargel überleben, auch wenn es mit, angenehmer als ohne ist.

Landwirte, die Obst und Gemüse, die Schnitt- und Topfblumen und andere saisonale Produkte liefern, werden allerdings hart getroffen. Auch die Saisonarbeitskräfte und deren Familien leiden unter dem Einkommensverlust in Europa, den Vereinigten Staaten, und vielen anderen Ländern.

Was allerdings weit bedenklicher ist, ist der Einkommensausfall einer breiten Gruppe der Gesellschaft. Die Kaufkraft vieler Haushalte wird weltweit durch die temporäre Arbeitslosigkeit eingeschränkt. Die Anzahl der Arbeitslosen ist in der Vereinigten Staaten um mehr als 10 Millionen in den letzten zwei Wochen gestiegen. Mehr als 450.000 Unternehmen haben bereits Kurzarbeit in Deutschland beantragt. Ähnlich sieht es in vielen anderen Staaten innerhalb und außerhalb der EU aus und es wird erwartet, dass die Zahlen weiter steigen.
Die davon betroffenen Haushalte gehören in der Regal schon der Gruppe der Geringverdiener an und werden durch diese Entwicklung noch weiter gebeutelt. Die Schließungen von Kindergärten, Schulen und sozialen Einrichtungen zur Verteilung von Nahrungsmitteln leisten einen weiteren Betrag zur Verschärfung der Situation.

Die Regierungen müssen sich dieser Herausforderung stellen. Direkte Einkommenstransfers oder Nahrungsmittelhilfen sollten mehr als bisher Betracht gezogen werden. Je länger die Volkswirtschaften unter dem Shutdown zu leiden haben, desto grösser wird das Problem. Dies ist bei der Auswahl der Strategien zur Kontrolle der Coronavirus Pandemie zu berücksichtigen.

Justus Wesseler

Justus Wesseler

There is one comment.

  1. By: Akinbobola Tolulope Paul · 10-04-2020 at 00:09

    Good to read the blog artricle, the association between the pandemic, agriculture and food can not be overemphasized as it has a grave effect on developing countries like my home country (Nigeria). Lockdown of States were enforced and the little food supplies in malls and markets had there prices inflated, since peasant farmers cannot are obeying the stay at home law. Hence, the obvious reflection of the effect of the pandemic on food security, food price and economy of nations. Therefore, prof. a crucial and important strategy to cushion this effect should collaboratively be deviced.
    Thank you for the exposition.

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